PEGASUS NewMedia Glossar
Adobe Flash ist eine Kombination aus einem vektororientierten Grafikprogramm und einer Animationssoftware. Es war ursprünglich ein reines Animationswerkzeug, das von einigen Studenten entwickelt und von der Firma Macromedia vertrieben wurde.
Mit der Version Flash 4 wurde Flash um ActionScript (eine integrierte Programmiersprache zur Ablaufsteuerung) erweitert. Damit wurde es möglich, Flash-Animationen als Teil einer Webseite einzusetzen, z.B. als Steuerungsmenü. Flash wird zunächst häufig für sogenannte Intros (Einleitungen) auf Webseiten oder für animierte Werbebanner eingesetzt.
Um Flash-Dateien im Browser betrachten zu können, braucht man ein Plug-In (Mozilla) bzw. ActiveX-Control (Internet Explorer) , den so genannten Flash Player. Es handelt sich dabei um ein kleines Zusatzprogramm, das unsichtbar im Browser verankert wird.
Den Durchbruch als Internetformat verdankt Flash jedoch seiner Fähigkeit, multimediale Elemente einzubinden. Damit wurde es möglich, Sounds und Videos plattformübergreifend zuverlässig im Browser abzuspielen, sobald dieser mit dem Flash-Plugin ausgestattet war. Da dieses Plugin seit Jahren zum Standard- Lieferumfang der meistbenutzten Browser gehört, konnten sich erst so beliebte Videoportale wie YouTube oder MyVideo etablieren.
Die erstellten Quelldateien werden in sogenannte SWF-Dateien (Small Web Format oder Shockwave Flash)
übersetzt, um sie auf einem Webserver einzusetzen.
Die mit Flash erstellten Quelldateien können verändert werden. Vor ihrem Einsatz im Internetbrowser müssen diese jedoch zu SWF-Dateien kompiliert werden. Diese sind nicht mehr editierbar.
Es ist auch möglich, mit Flash komplexe Websites zu erstellen. Man kann Flash-Dateien beliebig skalieren.
Vorteile
Flash arbeitet vektorbasiert, d.h. bei Flash wird nicht Pixel für Pixel gespeichert, sondern es werden Veränderungen vorhandener Objekte beschrieben. Entsprechend bietet Flash viele Werkzeuge, wie sie auch bei anderen vektorbasiert arbeitenden Grafikprogrammen wie Illustrator oder
Freehand zu finden sind. Dies sorgt auch für relativ geringe Größen der SWF-Dateien.
Im Gegensatz zu HTML, wo auf Systemschriften zurückgegriffen werden muss, können in einer Flash-Datei beliebige Schriften eingebunden werden, wodurch eine starke gestalterische Einschränkung aufgehoben wird.
Inzwischen existieren viele Programme und Tools von Drittherstellern, die Effekte liefern, die mit Flash allein nicht möglich sind, beispielsweise Flammen oder Wolkeneffekte.
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